Erster Medienkompetenztag am KWG

Medienkompetenztag

Die Digitalisierung als Treiber für Internationalisierung?

Am Kieler Wirtschaftsgymnasium (KWG) fand heute der erste Medienkompetenztag statt. Mit diesem Veranstaltungsformat werden zukünftig regelmäßig im Jahr Themen aus den Bereichen Digitalisierung und Arbeitswelt bearbeitet.

Als Keynotespeaker konnte zur Einstimmung auf den Thementag Nils Bretschneider am KWG begrüßt werden, der in seinem Vortrag „Digitalisierung – ein Treiber für Internationalisierung?“ die Frage stellte, inwieweit der digitale Fortschritt Einfluss auf die globale Wirtschaft, die Kommunikation sowie auf das einzelne Unternehmen hat. Die Antwort war eindeutig: Anhand von selbsterlebten Beispielen erklärte er die Entwicklung der letzten Jahre, die unter anderem mit den ersten Smartphones und damals revolutionären Videokonferenzen neue Maßstäbe in der Kommunikation setzte. Die digitale Technik hat sich derart rasant entwickelt, dass mittlerweile Firmen entstehen, die ausschließlich online existieren – und das sehr erfolgreich.

Durch die „Augmented Reality“ (erweiterte Wirklichkeit), die sich unter anderem durch Hologramme in die reale Welt integriert, gehört es nach seinen Worten zukünftig zum Alltag, ortsunabhängig im selben Raum zu sitzen und beispielsweise Maschinenbauteile gemeinsam zu betrachten und zu bearbeiten. Auch Kleinunternehmer setzen immer mehr auf Digitalisierung und vernetzen sich zunehmend mit ihren Partnern. Die Globalisierung spiegelt sich so in vielen Bereichen wider: Sprache, Kultur und Politik werden durch den Fortschritt der Technik immer internationaler und auch die Mobilität verändert sich stetig. Sei es in Online Meetings, die mittlerweile aufwändige Geschäftsreisen ersetzen, oder 3D-Drucker, die schnell und global Entfernung und Transport immer bedeutungsloser machen.

Das Resümee des Geschäftsführers mehrerer Softwareunternehmen war eindeutig: Digitalisierung bedeutet zugleich eine zunehmende Internationalisierung.

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Die Arbeitsphase erfolgte in kleinen Gruppen

Im Anschluss an den Einführungsvortrag erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Arbeitsgruppen verschiedene Fragestellungen. Ein Thema war dabei die Herausforderung interkultureller Kompetenzen. Durch abweichende Umgangsformen, kulturelle Besonderheiten, sprachliche Barrieren oder auch Zeitverschiebung wird die internationale Zusammenarbeit oft erschwert. Hier sollte die Möglichkeit einer optimalen Kommunikation zwischen zwei verschiedenen Kontinenten erarbeitet werden.

Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit der Möglichkeit der digitalen Kommunikation mit unserer Partnerschule in San Francisco. Neben der ebenfalls problematischen Zeitverschiebung waren technische Voraussetzungen und Erfordernisse beider Schulen zu beachten.

Auch die Chance der Digitalisierung für den deutschen Mittelstand wurde durch eine Gruppe erarbeitet. Welche Herausforderungen entstehen durch den Fortschritt und welche Chancen ergeben sich dadurch? So wurde unter anderem beispielhaft ein virtuelles Meeting von einer Arbeitsgruppe vorbereitet und geplant: Die Schülerinnen und Schüler sollten Vor- und Nachteile einer solchen Konferenz darstellen und dabei den Ablauf sowie die technischen und praktischen Voraussetzungen herausfinden.

Wir freuen uns auf die Ergebnisse aller Arbeitsgruppen, die in einzelnen Präsentationen festgehalten wurden, damit kein Gedanke verlorengeht. Ein Fazit des 1. Medienkompentenztages konnte aber sehr klar gezogen werden: Die Digitalisierung verändert bereits heute schon nachhaltig das Wirtschafts- und Arbeitsleben – und diese Entwicklung beginnt erst gerade richtig Fahrt aufzunehmen…

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