Unternehmer live

Unternehmer Live

In Rahmen des Praxisprogramms des Kieler Wirtschaftsgymnasiums hatten die Schülerinnen und Schüler des 11. und 12. Jahrgangs die Gelegenheit den Unternehmer Volker Biesel, Geschäftsführer der CONTEXT-Prozessberatung, zu interviewen. Dabei gab es kein Tabuthema. So beschäftigten die Jugendliche u.a. diese Fragen:

  • Wie wird man überhaupt Unternehmer?
  • Wie lang ist der Arbeitstag?
  • Steigt man nur in den besten Hotels ab?
  • Wie bewerbe ich mich am besten?

Volker Biesel berichtete über seinen Weg in die Selbständigkeit, deren Grundlagen praktisch bei einem Nebenjob noch während der Schulzeit gelegt wurde. Besonders reizvoll war für ihn die Chance, eigene Entscheidungen treffen zu können. Was mit einem Schrank im Flur der ersten Wohnung begann, wurde im Laufe der Zeit über ein angemietetes Zimmer zu dem Unternehmen von heute. Dabei gab es Zeiten, in denen Volker Biesel nicht wusste, wie er das Essen für morgen bezahlen sollte. Auch diese Seite, eben die Gefahren der Selbständigkeit, wurden sehr klar angesprochen.

Für die Schülerinnen und Schüler waren besonders die Ausführungen über die Chancen einer Bewerbung interessant:

1.) „Was bringt mir diese neue Mitarbeiterin/dieser neue Mitarbeiter an Mehr im Team und in den Kompetenzen des Unternehmens ein?“
2.) Wer sich vorher gründlich mit dem Unternehmen seiner Wahl beschäftigt und eventuell auch kreativ Initiative zeigt, erhöht die Chancen überhaupt zu einem Gespräch eingeladen zu werden.
3.) Neugier und echtes Interesse sind die Basis einer erfolgreichen Bewerbung – aber auch einer Zufriedenheit im Beruf.

Wer seinen Job nicht nur als solchen sondern auch als „Berufung“ empfindet, wird erfolgreich sein. Volker Biesel formulierte das so „Ich habe mein Hobby zu meinem Beruf gemacht oder auch umgekehrt.“ Interessant waren auch die Vorgaben im Bereich der Kompetenzen. So sollten z.B. bei den Formalitäten auch schon in einer E-Mail bestimmte Grundregeln selbstverständlich sein. So passt das „Hallo“ als Anrede eher nicht. Den Schülerinnen und Schüler präsentierte sich ein offener Unternehmer, der es verstand auch Klartext zu reden und zu begeistern. Eine Kurzumfrage am Ende des Gesprächs zeigte einen erstaunlich hohen Anteil an Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich durchaus die Selbständigkeit als Berufsperspektive vorstellen könnten.